11. Juli

Holunderblüten

Die Zeit, in der man die aromatischen weißen Blüten finden und zu Holunderblütensirup verarbeiten kann, neigt sich gerade rapide dem Ende zu. Mit etwas Glück schafft ihr es noch, den leckeren Sirup zu machen. Wenn nicht, erwarten uns ab August immer noch die dunklen Beeren.

Für Holunderblütensirup: Dolden sind im Sommer auf dem Land und in der Stadt zu finden

Schwarzer Holunder trägt weiße Blüten, die in der Umgebung einen zarten, angenehmen Blumenduft verbreiten. Je nachdem, wie der Sommer verläuft, ist die Saison für die hübschen Blütendolden von Ende Mai bis Anfang Juli, allerspätestens aber Ende Juli. Sie wachsen sowohl auf dem Land, bevorzugt an Waldrändern, als auch in der Stadt. Beim Sammeln sollte man darauf achten, dass der Strauch nicht gerade in unmittelbarer Nähe einer vielbefahrenen Straße steht. Am besten erntet man vormittags bei sonnigem Wetter und schneidet die Dolden mit einer Gartenschere ab. Für den Transport eignet sich ein Korb, um das empfindliche Gut nicht zu zerdrücken. Vor dem Verarbeiten sanft schütteln, um kleine Insekten zu entfernen. Und so wird Holunderblütensirup daraus:

Zutatenliste für 1 Portionen:
  • 15 Holunderblütendolden
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Kilogramm Zucker
  • 50 Gramm Zitronensäure

Die Blütendolden von groben Stielen und ungeöffneten Blüten befreien, in einen Topf mit dem Wasser geben und zugedeckt rund 24 Stunden ziehen lassen. Dann durch ein feinmaschiges Sieb abseihen, die Flüssigkeit mit Zucker und Zitronensäure aufkochen und noch heiß in saubere Flaschen abfüllen.

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Nach etwas Wartezeit können wir auch Holunderbeeren ernten und verarbeiten

Die blauschwarzen Beeren sind von August bis September reif für die Ernte. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten! Die Früchte dürfen nicht roh oder unreif verzehrt werden, weil sie in diesem Zustand einen Giftstoff enthalten, der zu Magen-Darm-Beschwerden führt. Erhitzen auf über 80 Grad beseitigt die schlecht bekömmlichen Stoffe aber. Aus Holunderbeeren kann man sofort nach der Ernte ein leckeres Gelee oder einen vitaminreichen Saft herstellen. Für selbst gemachten Holunderbeerensaft die Beeren verlesen, dann waschen und noch nass in einen Topf geben. Aufkochen, 20 bis 25 Minuten köcheln lassen, danach durch ein feines Sieb oder ein Tuch passieren und ebenfalls in saubere Flaschen abfüllen. Wem der Saft pur zu stark schmeckt, der kann ihn auch wunderbar zum Beispiel mit Apfelsaft kombinieren.

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