16. Juli

Tofu & Co.

Warum müssen Veganer denn Dinge essen, die wie Fleisch schmecken und aussehen? Diese Frage hört man des Öfteren. Naja, der Geschmack ist einfach meist nicht der Grund, aus dem sich jemand für eine vegane Ernährungsweise entscheidet. Mittlerweile kann man aus einer ganzen Reihe von Produkten seinen liebsten Fleischersatz wählen. Zum Beispiel aus Tofu, Tempeh oder Seitan. Hier gibt es die Infos und Tipps.

Tofu: Dieser Fleischersatz ist altbekannt und vielseitig

Gerichte mit Tofu sind wohl in jedem Restaurant mit asiatischer Küche auf der Karte zu finden. Das Nahrungsmittel hat eine jahrhundertelange Geschichte auf dem Buckel und ist mittlerweile auf der ganzen Welt weit verbreitet. Aus Sojabohnen wird für die Herstellung zuerst Sojamilch gewonnen, die dann durch Gerinnung zu Tofu wird. Wer in einen der festen kleinen Blöcke Naturtofu einfach so reinbeißt, schmeckt erstmal vor allem eines: Nichts. Auf die Würze kommt es an! Das Nahrungsmittel lässt sich wunderbar marinieren und dann braten oder grillen. Zerbröselt, angebraten und wie Hackfleisch gewürzt wird es zum Hauptdarsteller in einem veganen Chili. Wer etwas mehr Geschmack von Anfang an haben möchte, kann zum geräucherten Tofu greifen. Seidentofu ist ein Tofuprodukt mit einem hohen Wasseranteil, das in seiner Konsistenz ein bisschen an stichfesten Joghurt erinnert und zum Beispiel als Ersatz für Quark zum Einsatz kommen kann.

Tempeh: Hier kommen Schimmelpilze ins Spiel

Keine Angst! Auch wenn bei der Herstellung von Tempeh Schimmelpilze zum Einsatz kommen, ist das Produkt nicht ungesund. Gekochte Sojabohnen werden mit einem bestimmten Schimmelpilz beimpft, um Tempeh daraus zu machen. Das Ergebnis gilt als besonders gute Eiweißquelle und es werden ihm sogar weitere Vorteile für die Gesundheit nachgesagt. Wie Fleisch sieht es allerdings nicht aus, denn im Tempeh sind die verwendeten Bohnen noch deutlich zu sehen. Es hat einen leicht nussigen Geschmack und nimmt Gewürze sehr gut auf.

➨ Wie Tempeh aussieht, könnt ihr euch auch hier im Video anschauen.

Seitan: Gulasch, Braten und Rouladen aus Weizen?

Menschen, die kein Gluten vertragen, sollten von Seitan Abstand nehmen. Denn der beliebte Fleischersatz besteht aus purem Weizeneiweiß, also Gluten, das aus dem Weizenmehl herausgewaschen wurde. Das kann man selbst machen oder zu einem fertigen Pulver greifen. Die Konsistenz ist sehr fleischähnlich und kann zum Beispiel im veganen Gulasch, als pflanzlicher Festtagsbraten oder zu einer deftigen, fleischfreien Roulade gewickelt überzeugen. Guten Appetit!

Seitan mit Paprika

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